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Die evangelische Stephanuskirche

Im Zuge der Einführung der Reformation im Machtbereich der Reichsstadt Nürnberg und des Markgraftums Ansbach waren auch die Gebersdorfer Bauern evangelisch geworden. Zuständig blieb aber weiterhin die Pfarrei von St. Michael. Im Jahr 1826 wurde die Auferstehungskirche als zweite evangelische Kirche in Fürth gebaut.

Seit 1889 war sie Zentrum einer eigenen Gemeinde, zu der nun auch die Orte Großreuth, Kleinreuth und Gebersdorf gehörten. Dies sollte sich auch nach der Eingemeindung zur Stadt Nürnberg vorerst nicht ändern. Im Jahr 1890 tauchte erstmals der Plan zum Bau einer eigenen Kirche auf. Elf Jahre später, immer wieder waren Klagen wegen der weiten Wege zur Auferstehungskirche zu hören, wurde der Kirchenbauverein Großreuth-Gebersdorf gegründet.

 

 

 

 

Erster Plan einer gemeinsamen Kirche, 1908 (nicht gebaut) Grafik: Ev. Pfarramt / Geschichtsarbeitskreis


Der erste Plan eines eigenen Gotteshauses aber scheiterte. Großreuther Bauern hatten 1908 dem Kirchenbauverein ein Grundstück an der Großreuther Eisenbahnbrücke geschenkt, mit der Auflage, dort innerhalb von zehn Jahren einen Betsaal zu errichten.

Da der Plan nicht verwirklicht wurde, musste das Grundstück zurückgegeben werden. Stattdessen behalf man sich mit dem Saal der Gastwirtschaft Voit, wo Vikare aus Fürth gelegentlich Gottesdienste abhielten.

 

 

Zweiter Plan einer gemeinsamen Kirche, 1925 (nicht gebaut) Grafik: Ev. Pfarramt / Geschichtsarbeitskreis

 

Im Jahr 1924 schließlich stiftete Hans Eberlein aus Gebersdorf einen Bauplatz an der Hügelstraße, somit der zweite Versuch (siehe Bild links) zum Bau einer gemeinsamen Kirche. Die Führung des Kirchenbauvereins, der sich nun Kirchenbauverein Gebersdorf-Neumühle e.V. - Evangelischer Gemeindeverein nannte, wurde nun in Hände der Gebersdorfer gelegt, die mit ungeheurem Elan an die Arbeit gingen.


Im August 1925 legten sie eine Denkschrift vor, die mit den Großreuthern hart ins Gericht ging. Ein regelrechter Kirchenbaustreit entstand und führte letztlich zum Bau zweier Kirchen, einer in Gebersdorf und einer in Großreuth, deren Grundsteinlegung am selben Tag, den 21. Juni 1931 erfolgte.

 

 

Die Stephanuskirche in Gebersdorf, gebaut 1931. Foto: Geschichtsarbeitskreis

 

 

Noch im selben Jahr, am 1. Advent, wurde die Stephanuskirche in Gebersdorf geweiht. Es handelte sich um einen schlichten verputzten Sandsteinbau des Architekten Christian Ruck. Blickfang im Innern ist ein Freskogemälde von Karl Hemmerlein mit der Einladung der Jünger. 1939 wurde die Kirchengemeinde Großreuth-Gebersdorf aus dem Verband des Dekanates Fürth gelöst. Im Kriegsjahr 1942 musste die Kirchengemeinde zwei ihrer drei großen Bronzeglocken für Kriegszwecke abliefern; erst 1951 konnten sie ersetzt werden. Seit 1963 gibt es die selbständige Pfarrei Nürnberg-Gebersdorf, die seit 1970 einen eigenen Kindergarten mit heute 50 Plätzen betreibt.

 

Quelle: Stadtteilbuch, Gebersdorf, Bauern, Siedler und Soldaten

Informationen zu aktuellen Terminen, Gruppen, Ansprechpartnern sowie Telefon, Fax oder eMail finden sie auf den Internetseiten der Stephanusgemeinde:

www.stephanuskirche-gebersdorf.de

 

 

bürgertreff.gebersdorf@t-online.de